Alle Macht den Banken?: Zur Struktur personaler Netzwerke by Karoline Krenn

By Karoline Krenn

Unternehmensnetzwerke sind neben Märkten und betrieblichen Hierarchien eine weitere shape wirtschaftlicher supplier. Die Studie zeichnet die Verflechtungen deutscher Großunternehmen durch gemeinsame Aufsichtsräte am Beginn des 20. Jahrhunderts nach und dokumentiert am empirischen fabric den Formationsprozess der Deutschland AG. Im Zentrum der examine stehen die Banken, aus deren Präsenz in Industrieaufsichtsräten lange auf eine einseitige Unternehmenskontrolle geschlossen wurde. Die Daten lassen eine Bestätigung dieses Befundes allerdings nicht zu, sondern zeigen vielmehr, dass die Besonderheit des Netzwerkes entgegen eines evolutionären tendencies des sozialen Wandels zur funktionalen Ausdifferenzierung gerade in seiner funktionalen Unspezifität liegt.

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T. ebenso unter Zwang sich zu Großunternehmen zusammen zu schließen. Dies wurde mit der AntiTrust-Gesetzgebung allerdings erschwert. Der deutsche Pfad ökonomischer Modernisierung 47 brauchern und einer effektiveren Regulierung der Finanzmärkte hatten. Im Banking Act bzw. Glass Steagall Act von 1933 wurde für Finanzunternehmen die institutionelle Trennung von Kapitalbeteiligung (Investmentbanken) und Kreditgeschäft (Geschäfts- und Kreditbanken; commercial banks) vorgeschrieben. Dieser hatte auch Auswirkungen auf die Eigentümerstruktur der US-Unternehmen, er förderte eine weitere Zersplitterung des Aktienkapitals und eine Schwächung der Eigentümer (vgl.

Eigentümer einen Platz im Vorstand ein, wie beispielsweise Emil Rathenau 1883 in der AEG. Und selbst unter diesen wenigen Fällen wurden viele alsbald von den professionellen Managern wieder aus dem Gremium gedrängt, wie 27 Zu den Institutionen, welche sich dann v. a. im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts im Sinne des eingeschlagenen Pfades einer Stakeholder-Orientierung ausbilden, gehören das Tarifvertragssystem, sämtliche Modifikationen des Betriebsverfassungsgesetzes und nicht zuletzt die Unternehmensmitbestimmung.

37 Neben dem ökonomischen System müssen dabei immer auch „wahlverwandte“ Subsysteme betrachtet werden wie beispielsweise das System innerbetrieblicher Beziehungen (Aus- und Weiterbildung, Unternehmensverfassung und -kontrolle u. ) oder die zwischenbetrieblichen Beziehungen (Kapital-, Personal- und Handelsverflechtungen). Die grundsätzliche Frage nach der Ursache für verschiedene Organisationsvarianten hat die Struktur des „Henne-Ei-Problems“. Postulieren neoinstitutionalistische Ansätze (vgl. Chandler/Daems 1974; Williamson 1975; Williamson 1985) das Erwachsen der institutionellen Strukturen aus individuellen Unternehmensstrategien, so ist die zentrale Annahme von Hall und Soskice (2001), dass nationale Unterschiede durch strategische Anpassung an übergreifende Institutionengefüge entstehen.

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