Interaktive Medien — interdisziplinär vernetzt by Professor Dr. Jochen Hörisch (auth.), Margot Berghaus (eds.)

By Professor Dr. Jochen Hörisch (auth.), Margot Berghaus (eds.)

Interaktive Medien, web und Multimedia revolutionieren Wirtschaft, Technik, Gesellschaft, Kultur. additionally sind sie Thema vieler wissenschaftlicher Disziplinen. In dem Reader werden interaktive Medien von neun verschiedenen Fachrichtungen untersucht: aus Sicht der Rechts-, Wirtschafts-, Erziehungs-, Sozial-, Kultur-, Medien- und Kommunikationswissenschaft, der Psychologie, Informatik und Wirtschaftsinformatik. Das Ergebnis ist ein Überblick über interaktive Medien in einem breiten Forschungs- und Anwendungsspektrum. Themen sind beispielsweise: digital trade, Medienrecht in der Informationsgesellschaft, Lernen durch Interaktivität, Präsenz im world-wide-web, automatische Videoanalyse, machine und net in der empirischen Sozialforschung, wahrnehmungspsychologische Grundlagen der Bildschirmkommunikation, Kultur- und Kommunikationstheorien für neue Medien. Das macht den Reiz und die Qualität des Buches aus: untersucht wird ein Gegenstand aus vielen Blickrichtungen jeweils von Top-Fachleuten.

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Sie wird sogar noch fataler: Da die Kommunikation machtiger wird, werden auch die negativen Begleiterscheinungen gr6J3er. 3 Niklas Luhmann: Gesellschaftstheorie als Kommunikationstheorie Auch Luhmann konstatiert eme Zunahme der Kommunikation 1m Lauf gesellschaftlicher Evolution. Aber dieses geschieht nicht - wie Habermas und MUnch es verstehen - als Folge gesellschaftlicher Entwicklung, sondem in eins mIt der gesellschaftlichen Ausdifferenzierung. Denn fur Luhmann ist Kommullikation mit Gesellschaft identisch; KommullikatlOn 1St die Operationsweise sOZialer Systeme schlechthin.

Das fiihrt zur AnschluBkommunikatlOn Jede Mitteilungsselektion verweist auf eme prinzlpiell mogliche, andere, vielleicht bessere SelektlOn und auf ein mbgliches, aber mcht realislertes "Mehr" an Information. Es wlrd also emerseits auf der positiven Seite GewIBheit geschaffen, aber gleichzeltlg auf UngewiBhelt verwlesen. 1m Zusammenhang von Massenmedien spncht Luhmann von IrntatlOn: "Der vlellelcht wlchtigste durchgehende Grundzug 1St, daB die Massenmedlen 1m ProzeB der Erarbeltung von InformatlOnen zuglelch elllen Honzont selbsterzeugter UngewIBhelt aufspannen, der durch weltere und Immer weitere InformatlOnen bedlent werden muB Massenmedlen stelgern die Irntlerbarkelt der Gesellschaft und 44 Margot Berghaus dadurch Ihre Fahlgkelt, InformatlOnen zu erarbelten [ Erzeugt werden] Unbestlmmtheltsstellen, die als laufend auffullungsbedurftlg reproduZiert werden" (Luhmann 1996, 149 f) Gesamtgesellschafthch wlrd dleses hier gedeutet als Motor zur Kommumkationsvermehrung und mdivlduell als Motor zu emer stelgenden Relz- und InformatlOnssuche, wle sie etwa 1m sogenannten "Internet-Surfen" sowle m der exzesslven Nutzung bls hm zur "Internet-Sucht" zum Ausdruck kommt.

3) Schhef31ich betonen konstruktlvlstlsche Ansatze der KommunzkatlOnswlssenschaJt eben falls die pragende Bedeutung von Medien. Sie verwahren sich gegen em technisch-naturwissenschaftliches Verstandms von Medien, das in der falschen Auffassung von "Kommunikation als Obertragung von Information" zum Ausdruck kommt; gegen die Annahme, Medien seien wie "Container", "in" denen etwas enthalten ist, bzw, wie "Kanale", "auf' denen etwas transportlert wird, wobei dieses "Etwas" vom Medium unbertihrt bleibt und 34 Margot Berghaus eme Botschaft ilberrmttelt, die em mdivldueller Empfanger unabh~mglg yom MedIUm mterpretlert (Krippendorf 1994, 86 ft) Dagegen verstehen die Konstruktivisten Medlen als Krafte, "welche die kollektlve Gestaltung von Wahrnehmung und ErfahrungsbIldung m der Lebenswelt bestlmmen" (Elsner u a 1994,163 t) Ableltungen for das Internet Medien sind umfassend kulturpragend - daruber sind sich aile erwahnten Theonerichtungen einig.

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